Die Überzeugung zum Leben
Eine Ethnographie der psychiatrischen Suizidprävention
Dr. phil., M.Sc. Psych. Robin Iltzsche
2. Auflage
Suizidalität zu erkennen, darauf richtig zu reagieren und Betroffene schließlich wieder zum Leben zu überzeugen, gehört zu den herausfordernden, aber auch alltäglichen psychiatrischen Aufgaben. Die Suizidforschung konzentriert sich meist auf Risikofaktoren, Erklärungsmodelle und einzelne suizidpräventive Maßnahmen. Die vorliegende Ethnographie macht die Suizidprävention hingegen selbst zum Gegenstand der Analyse und Kritik. Ergebnis ist eine Geschichte und eine praxisfähige Theorie der Suizidprävention, welche die Herausforderungen, Schwierigkeiten und Widersprüche dieser Arbeit analysiert:
In der Suizidprävention wird das normative Grundprinzip der autonomen Lebensführung oftmals gleichermaßen verteidigt wie auch praktisch infrage gestellt. Die schwierigen Spannungsverhältnisse von Therapie und Kontrolle, Tabu und Narrativ, Prävention und Ansteckung zeigen sich hier besonders deutlich. Diese Widersprüche herauszuarbeiten ist von geradezu existenzieller Bedeutung – und Ziel dieses Buches.
Ausgezeichnet mit dem Stifterpreis Sozialpsychiatrie Frankfurt 2023
Das gedruckte Buch können Sie hier bestellen: https://psychiatrie-verlag.de/product/die-ueberzeugung-zum-leben-2/
ISBN-Print (2026): 978-3-96605-365-5
DOI: 10.1486/9783966053655
Autor
Robin Iltzsche, Dr. phil., M.Sc. Psych., hat am Arbeitsbereich Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt der interpretativen empirischen Sozialforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert. Er ist in der Ausbildung zum tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Psychotherapeuten. Seit Oktober 2024 hat er die Vertretungsprofessur für Soziale Arbeit im Kontext von Gesundheit und Bildung an der Hochschule RheinMain inne. 2023 wurde seine Dissertation »Überzeugung zum Leben. Eine ethnographische Analyse der psychiatrischen Suizidprävention« mit dem Stifterpreis Sozialpsychiatrie ausgezeichnet.